Herzlich willkommen bei RAN!

Individuelle Fahrzeugwünsche, neue Antriebstechnologien und ständige Innovationen erzeugen eine stetig wachsende Variantenvielfalt. Aus diesem Grund konzentrieren sich die Automobilhersteller auf ihre Kernkompetenzen und reduzieren ihre Fertigungstiefe. Dies führt zur Entwicklung komplexer Lieferantennetzwerke.

Hier setzte das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderte Forschungsprojekt RFID-based Automotive Network (RAN) an.

Alle Informationen zu Struktur, Aufgaben und Zielen des Projekts lesen Sie hier:

Warum gab es RAN? – Internationale Lieferketten

Bedingt durch die zunehmende Variantenvielfalt und die Konzentration der Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen ergibt sich eine Aufteilung der Wertschöpfung auf eine Vielzahl von Unternehmen. Diese Unternehmen organisieren sich in Produktions- und Logistiknetzen, deren Komplexität bei der Steuerung inner- und überbetrieblicher Prozesse stetig steigt.

Die oben genannten Rahmenbedingungen verlangen nach neuen Ansätzen und Methoden zur wirtschaftlichen und unternehmensübergreifenden Steuerung von Prozessen in der Auftragsabwicklung.

Was wollte RAN erreichen? – Wegweiser

Mit den aktuellen Entwicklungen in der RFID-Technologie und der Möglichkeit, auftragsspezifische Daten zwischen allen Mitgliedern der Prozesskette (OEMs, Lieferanten und Logistikdienstleistern ) auszutauschen, eröffnen sich neue Potenziale für die Steuerung komplexer Prozesse mit Hilfe eines Infobrokerkonzepts.

Durch unternehmensübergreifende intelligente Materialflusssteuerung sollen eine effiziente Produktion sowie eine aufwandsarme und bestandsoptimierte Logistik realisiert werden. Hierbei werden erstmals branchenweite Standards geschaffen, die alle an der Wertschöpfung beteiligten Unternehmen mit einbeziehen. Die Integration schließt mit der RAN-Zertifizierung ab.

Wer war RAN?

Zur Gewährleistung eines ganzheitlichen Ansatzes bei der Bearbeitung des Forschungsprojekts, setzte sich das Konsortium aus allen an der Produktions- und Logistikkette beteiligten Partnern zusammen:

Automotive OEMs, Zulieferer, Logistikdienstleister, RFID-Software-Anbietern und System-Integratoren sowie Universitäten und Forschungsinstitute.

Wie arbeitete RAN?

Das Projekt war in Form einer Matrix organisiert. Diese Struktur ergab sich aus sechs von den Industriepartnern definierten Anwendungsszenarios, sogenannten Use Cases (UC), sowie fünf Arbeitspaketen (AP).

In den Arbeitspaketen werden die grundsätzlichen Methoden und allgemeingültigen Vorgehensweisen für das Erreichen des Projektziels definiert und in Form von Software- und Hardwareprototypen evaluiert. Die Anforderungen aus den Use Cases sind dabei der Input für die Standardisierungstätigkeit der Arbeitspakete. Die daraufhin zu entwickelnden Methoden und Vorgehensweisen dienen den Industriepartnern als Grundlage für die anschließende Umsetzung der definierten Use Cases. Lesen Sie mehr zu den einzelnen Arbeitspaketen und Use Cases.

RAN – RFID-based Automotive Network war eines von 12 Projekten des Technologieprogramms „Autonomik – Autonome und simulationsbasierte Systeme für den Mittelstand“, dem neuen Förderschwerpunkt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen des IT-Gipfel Leuchtturmprojekts „Internet der Dinge“. Rund 70 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen wirkten an den Vorhaben mit. Das Fördervolumen betrug zusammen ca. 35 Mio. Euro. Einschließlich des Eigenanteils der Partner wurde ein FuE-Investitionsvolumen von ca. 80 Mio. Euro mobilisiert.